Westpark München: Alle Sehenswürdig­keiten des beliebten Stadtparks

Abwechslungsreicher Stadtpark im Westen Münchens mit Asien Flair

Hey!

Im heutigen Beitrag stelle ich dir den Westpark in München im Stadtteil Sendling vor, der sowohl bei Touristen als auch bei den Münchnern selbst relativ beliebt ist. Der Münchner Westpark ist längst kein Geheimtipp mehr, jedoch dennoch sehr sehenswert, da der weitläufige Stadtpark sehr viel zu bieten hat und aufgrund seiner Vergangenheit und seines Ursprungs einzigartig in München ist. Warum ich dir den Westpark München trotz seiner Beliebtheit empfehle, erfährst du im folgenden Beitrag.

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Westpark München

Der Westpark in München wurde 1983 zur internationalen Gartenausstellung angelegt und ist seitdem vor allem bei Münchnern ein sehr beliebter Park in München, da er sehr vielfältig ist. Entspannen am See, Sportaktivitäten auf den riesigen Wiesen oder Kulturangebote – all das findest du im Westpark. Der Westpark ist nach dem Englischen Garten, Schlosspark Nymphenburg und dem Olympiapark der viertgrößte Park in München.

Vor allem im Westteil des Parks gibt es sehr viel zu entdecken, da hier vieles nach der internationalen Gartenausstellung erhalten geblieben ist. So findest hier das Ostasien-Ensemble mit seinen asiatischen Tempeln und Parkanlagen, den schönen Rosengarten, aber auch bayerische Vergangenheit in Form des Bayerwald-Hauses. Im Park befinden sich auch zahlreiche Spielplätze, sodass dieser Ausflug perfekt für Familien mit Kindern geeignet ist.

Westpark München Kurzfassung

Wie immer beschreibe ich dir alle Highlights des Westparks in einer Zusammenfassung.

  • Der Westpark ist der viertgrößte Stadtpark in München.
  • Der Park ist in zwei Teile aufgeteilt (Westteil und Ostteil) und besitzt zwei Seen.
  • Der Westteil des Parks bietet die meisten Highlights, ist dafür aber umso mehr besucht.
  • Im Park gibt es zwei Biergärten, ein Wirtshaus und ein Café.
  • Im Ostasien Ensemble (Westteil) findest du asiatisches Flair und einen schönen Ort, um dich auszuruhen.
  • Vor allem am Wochenende an schönen Tagen ist hier sehr viel los, da sowohl Touristen als auch Bewohner den Park gerne nutzen.
  • Die weitlaufenden Wiesen werden gerne als Liegewiesen oder für Sportaktivitäten genutzt.
  • Hunde müssen immer angeleint sein und dürfen nicht frei herumlaufen.
  • Der Park ist rollstuhlgerecht angelegt.

Tipp: Am besten unter Woche besuchen. Wenn du den Park nur am Wochenende besuchen kannst, empfehle ich dir eher die Abendstunden vor dem Sonnenuntergang ab ca. 19 Uhr.

Westpark München Anfahrt & Parken

Generell empfehle ich dir, die öffentlichen Verkehrsmittel in München zu nutzen, da die Parkplätze oftmals belegt sind. Am einfachsten erreichst du den Westpark mit der U-Bahn, da es hier mehrere Stationen in der Nähe gibt.

Wenn du zuerst den Westteil des Parks besuchen möchtest, rate ich dir, an der U-Haltestelle „Westpark“ (U6) auszusteigen, die sich südlich des Parks befindet. In 5 Minuten Fußweg erreichst du den Westpark. Für den Ostteil bietet sich die Haltestelle „Heimeranplatz“ (S7, U4 & U5) an. Von hier aus sind es ungefähr 10 Minuten Gehweg bis zum Westpark.

Einen PKW Parkplatz findest du ganz im Westen, der sich direkt am Rosengarten befindet. Dieser ist jedoch vor allem am Wochenende oftmals voll, da er direkt am Wirtshaus angrenzt. Hier verlinke ich dir den Parkplatz bei Google Maps.

Westpark München Ostteil

Der Ostteil des Westparks ist definitiv der ruhige Teil des Parks, da er nicht so viele touristische Highlights zu bieten hat. Dafür kannst du hier umso mehr die Ruhe genießen.

Tipp: Die breiten Liegewiesen laden förmlich dazu ein, mal ein paar Stunden von der Großstadthektik herunterzukommen. Nehme dir also vielleicht eine Liege- oder Picknickdecke mit und ruhe dich hier ein wenig aus.

Mollsee

Der Mollsee ist der ideale Ort um Ruhe zu finden, da du entlang des lang gezogenen Sees viele Möglichkeiten hast, im Schatten auf einer Sitzbank Platz zu nehmen. Du kannst den Mollsee in aller Ruhe umrunden oder läufst einfach den Weg entlang in Richtung des Westteils des Parks. Wenn du den See nicht umrunden willst, empfehle ich dir eher auf der Nordseite zu laufen, da hier auch das Café liegt. Zudem kannst du die außergewöhnlichen echten Sumpfzypressen betrachten, die mit ihren hohen Wurzeln im Wasser stehen.

Läufst du den Weg weiter, kommst du am Feuchtbiotop vorbei, das allerdings oft zugewachsen ist, da es naturschutzfachlich bepflanzt wurde.

Sardenhaus

Im südlichen Teil befindet sich das sogenannte Sardenhaus, das sich von der Architektur an die Tafelberge Sardiniens anlehnt. Im Sardenhaus findet man vor allem im Sommer kleinere Kunstausstellungen oder Kulturbeiträge kleiner Künstler.

Café Gans am Wasser

Direkt am Mollsee gelegen befindet sich das Café Gans am Wasser mit seinem alternativen Flair. Alles hier erinnert ein wenig an einen Besuch in einem Märchenfilm, da alles bunt zusammengewürfelt ist. Die Lage am See machen das Café aber natürlich vor allem am Wochenende zu einem beliebten Ort. Hier gibt es im Sommer auch eine Kleinkunstbühne, die fast jeden Tag ein Programm bietet. Auf der Website vom Café findest du das aktuelle Programm.

Empfehlung: Meiner Meinung nach ist das Café hier der beste Ort, wenn du Verpflegung im Westpark München suchst und dir ein Snack ausreicht.

Biergarten Hopfengarten

Stehst du eher auf bayerische Gemütlichkeit in Form eines Biergartens? Dann bietet sich am nördlichen Rand, direkt am Audi Dome gelegen, der Biergarten Hopfengarten an. Da der Biergarten relativ versteckt liegt, ist hier meist nicht ganz so viel los, wie in anderen Biergärten und du triffst hier eher auf Einheimische.

Westpark München Westteil

Der Westteil des Stadtparks besitzt die meisten Highlights, weshalb er viele Menschen anzieht und somit auch sehr gut besucht ist. Beide Teile des Parks sind über eine Brücke verbunden, die über die B2R führt.

Westsee

Der Westsee ist ungefähr genauso groß wie der Mollsee. Allerdings hat er eine runde Form, weshalb er nicht so groß wirkt. Um den See herum findest du allerlei Attraktionen, sodass sich um den See herum auch die meisten Menschen aufhalten.

Gymnastik & Sport: Fit im Park

Südlich des Sees befindet sich eine große Liegewiese, die vor allem im Sommer auch als Gymnastikwiese genutzt wird, da die Stadt München hier sogar ein tägliches und kostenloses Sportprogramm mit dem Namen „Fit im Park“ anbietet. Meist findest das kostenlose Sportprogramm mit täglich wechselndem Programm gegen 18 Uhr statt. Das Sportprogramm kann übrigens in vielen Münchner Parks von allen genutzt werden. Alle Infos dazu findest du auf der Freizeitsport-Seite der Stadt München.

Westpark München: Historisches Bayerwaldhaus

In einem bayerischen Park darf natürlich bayerischer Flair nicht fehlen, dachten sich damals die Planer zur Gartenausstellung und so wurde ein historisches Bauernhaus aus dem Jahr 1747 aus dem Bayerischen Wald, das damals aus dem Museumsdorf Tittling hierher gebracht worden ist. Das Bayerwaldhaus ist umzäunt und von einem kleinen Garten umgeben und gibt ein schönes Fotomotiv ab.

Ostasien Ensemble im Westpark

Der mit Abstand außergewöhnlichste Ort im Westpark ist das Ostasien Ensemble, das ein Überbleibsel der internationalen Gartenausstellung ist. Ursprünglich sollten alle Gebäude nach der Gartenausstellung abgebaut werden. Da sich die Münchner Bewohner aber für einen Erhalt eingesetzt haben, wurden die Gebäude nicht entfernt, sodass sie heute eine besondere Attraktion im Westpark München darstellen und dementsprechend auch gut besucht sind. Dennoch empfehle ich dir unbedingt hier vorbeizuschauen. Wo hat man sonst die Möglichkeit, Fernasien in Europa zu besuchen?

Empfehlung: Wenn du dich für die asiatische Kultur interessierst, empfehle ich dir, dich vor deinem Besuch zu erkundigen, ob gerade ein buddhistisches Fest gefeiert wird. Zwischen den Tempeln werden nämlich beispielsweise die buddhistischen Voll- und Neumondfeste im Sommer gefeiert.

Thailändischer Pavillon Tempel

Der thailändische Pavillon, auch Sala genannt, ist ein ganz besonderes Highlight. Der Pavillon steht mitten im Wasser und kann somit nur von Außen betrachtet werden. Inmitten der Sala befindet sich eine große Buddha-Statue, die gleichzeitig das erste frei stehende Buddha-Heiligtum in ganz Europa ist.

Natürlich ist der Tempel nicht so prächtig und riesig wie die ganzen Tempel in Thailand, sodass du ein wenig enttäuscht sein könntest, wenn du schon einmal Thailand besucht hast. Wenn du aber noch nie so einen Tempel gesehen hast, empfehle ich dir auf jeden Fall einen Besuch. Obwohl ich schon mehrmals in Thailand war, fand ich die gesamte Anlage recht interessant und der Anblick hat auch das Fernweh ein wenig in mir geweckt, da ich Thailand als Land liebe. Vor allem bei schönem Wetter glänzt der Tempel auch in seiner vollen Pracht, da er mit goldener Farbe verziert ist und die Sonne sich daran spiegelt.

Nepalesische Pagode

Die nepalesische Pagode thront auf dem Berg hinter dem thailändischen Tempel und ist aufgrund seiner Holzschnitzereien etwas ganz Besonderes. Die Pagode wurde von 300 nepalesischen Handwerken in mühevoller Handarbeit geschnitzt und damals nach München im Rahmen der internationalen Gartenausstellung verschifft.

Kurioser Fakt: Beim Transport nach München wurden die Hohlräume der Pagode zum Schmuggel von 400 kg Haschisch genutzt.

Chinesischer Garten

Der chinesische Garten befindet sich direkt hinter der nepalesischen Pagode und wurde damals von sechs kantonesischen Gärtnern entworfen und unter deren Aufsicht angelegt. Im authentischen Garten findest du einen schönen Pavillon und einen Ort der Ruhe, da der Garten ein wenig abseits liegt. Wie aber für den gesamten Westpark gilt auch hier, dass am Wochenende durchaus mehr los sein kann.

Japanischer Garten

Auch ein japanischer Garten befindet sich im Ostasien Ensemble. Der Japangarten wurde damals von der Partnerstadt Sapporo in Japan gestiftet. Auch dieser Garten ist wunderschön und hat bei meinem letzten Besuch sogar den gepflegtesten Eindruck hinterlassen. Hier befindet sich auch ein kleiner See, indem ein Steg mit einer kleinen Aussichtsplattform eingelassen ist und den du auch begehen kannst. Teilweise wurden auch japanische Bäume verpflanzt.

Freiluftkino Mond & Sterne

Sogar ein Kino hat es in den Westpark München geschafft. Im Freiluftkino Mond und Sterne findest du ein Kino mit 1.200 Plätzen in Form eines Amphittheater, das vor allem ein alternatives Kino-Programm anbietet. Aber auch Musik und Theater stehen auf dem Programm. Das Programm ist hauptsächlich auf den Abend beschränkt, sodass du das Kino perfekt nach deinem Westpark Besuch zum Abschluss einplanen kannst.

Ziemlich cool finde ich, dass man hier sogar im Kino picknicken kann, da es erlaubt ist Getränke und Essen mitzunehmen. Insofern gibt es viele Besucher, die hier mit ihrer kompletten Picknick- & Campingausstattung ins Kino kommen. Direkt am Eingang gibt es aber auch die Möglichkeit Verpflegung zu kaufen. Vor allem die thailändische Küche ist hier großartig!

Tipp: Falls du es einrichten kannst, bring unbedingt eine Decke und eine Sitzunterlage mit. Abends kann es im Freiluftkino sehr kühl und ungemütlich werden, da man auf blankem Stein sitzt. Vorne gibt es zwar eine Bestuhlung, aber die meisten Leute sitzen hinten, da hier der Blick auf die Leinwand besser ist. Du kannst aber auch vorne an der Bude ein oder mehrere Sitzunterlagen für je 2€ ausleihen.

Alle Infos zum Programm findest du auf der Website des Freiluftkinos Mond und Sterne.

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Rosengarten

Der Rosengarten im Westpark befindet sich ganz im Westen, direkt zwischen dem Wirtshaus und dem Biergarten gelegen. Am Hang gelegen, blühen jedes Jahr die zahlreichen Rosensträucher auf. Hier gibt es zudem viele Sitzgruppen, sodass du den Ort auch zur Rast nutzen kannst.

Wirtshaus am Rosengarten

Direkt hinter dem Rosengarten befindet sich das Wirtshaus. Hier findest du ein wenig gehobenere Küche als in den ansässigen Biergärten. Allerdings musst du hier vor allem am Wochenende mit längeren Wartezeiten rechnen. Als wir das letzte Mal dort waren, mussten wir fast eine geschlagene Stunde warten. Vielleicht war es auch nur eine Einzelerfahrung.

Biergarten am Rosengarten

Der Biergarten am Rosengarten läuft nach dem klassischen Vorbild bayerischer Biergärten in Form der Thekenbedienung. Direkt am Biergarten findest du auch einen Steckerlfischstand, wie du ihn sicher auch schon an anderen Orten in München gesehen hast. Die Location selbst finde ich super, allerdings fand ich Preis-/Leistung verglichen zu anderen Biergärten nicht so toll. Für ein Getränk oder den Steckerlfisch ist der Biergarten aber vollkommen in Ordnung.

Fazit

Normalerweise verfasse ich ja lieber Beiträge von Orten, die bei Touristen weniger bekannt sind. Das ist beim Westpark nicht unbedingt der Fall. Verglichen mit anderen Sehenswürdigkeiten in München kannst du hier je nachdem dennoch einen ruhigen Ort vorfinden.

Vor allem das Ostasien Ensemble machen den Westpark aber zu einer außergewöhnlichen Erfahrung, weshalb ich ihn an dieser Stelle empfehle. Mittlerweile hat sich das natürlich längst herumgesprochen und auch die attraktive Vielfalt des Stadtparks im Westen von München sorgen dafür, dass hier vor allem an schönen Tagen auch viel los sein kann. Deswegen empfehle ich dir entweder einen Besuch am frühen Morgen, wenn du nicht in den Biergarten willst. Alternativ ist auch die Zeit zur goldenen Stunde ideal, da sich diese Uhrzeit perfekt zum Fotografieren eignet und vor allem an heißen Sonnentagen die Temperatur niedriger ist. Zudem sind die meisten Touristen dann auch schon weg.

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