Südkorea Sehenswürdigkeiten

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Südkorea Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Orte für deine Korea-Reise

Viele Reisende haben Südkorea lange nicht wirklich auf dem Schirm, bis sie dann doch dort ankommen und verstehen, warum kaum jemand nur einmal hinreist.

Das Land verbindet jahrtausendealte Tempelanlagen mit einer der modernsten Infrastrukturen Asiens, eine lebhafte Esskultur mit ruhigen Bergpfaden, dichte Metropolen mit weitgehend unberührten Küstenabschnitten und das alles auf einer Fläche, die kaum größer ist als Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Dank des hervorragend ausgebauten Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes KTX lässt sich das Land dabei erstaunlich entspannt bereisen. Von Seoul aus erreichst du Busan im Süden in knapp zweieinhalb Stunden, Gyeongju sogar noch schneller, sodass Südkorea auch für Slowtravel-Reisende ideal ist, die einen Ort wirklich kennenlernen wollen, ohne ständig die Koffer zu schleppen.

Auf dieser Seite findest du alle meine Guides, Reisetipps und Reiseorganisations-Artikel für deine Südkorea-Reise, da ich selbst 2 Monate in diesem faszinierenden Land verbracht habe.

Südkorea Reise organisieren: Tipps, Apps & Praktisches

Mit der richtigen Vorbereitung läuft eine Südkorea-Reise erstaunlich reibungslos, denn die Infrastruktur gehört wirklich zu den besten in ganz Asien. Es gibt allerdings ein paar Eigenheiten, die einen im Alltag doch überraschen können, wenn man sie nicht kennt. Bargeld spielt zum Beispiel noch eine größere Rolle, als man es von anderen asiatischen Metropolen gewohnt ist. Und das koreanische Alphabet Hangul lässt sich tatsächlich in wenigen Stunden lernen, was den Alltag vor Ort spürbar einfacher macht.

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Seoul Sehenswürdigkeiten: Das Herzstück deiner Südkorea-Reise

Seoul ist für die meisten Reisenden der erste und oft längste Stopp in Südkorea, was auch absolut seine Berechtigung hat. Ich habe gut zwei Monate dort gelebt und einen Sprachkurs gemacht, wodurch ich die Stadt so erleben durfte, wie es als normaler Tourist kaum möglich gewesen wäre. Slowtravel eben, denn Seoul belohnt genau das.

Die Metropole ist in viele Viertel mit komplett unterschiedlichem Charakter aufgeteilt. In Bukchon Hanok Village läuft man durch gepflasterte Gassen zwischen alten Holzhäusern aus der Joseon-Zeit, während Hongdae und Itaewon für eine Ess- und Ausgehszene stehen, die bis tief in die Nacht läuft.

Der Cheonggyecheon-Bach fließt mitten durch das Stadtzentrum und ist wohl einer der unerwartetsten Ruhepole einer Großstadt, die ich je erlebt habe. Dazu kommen die Berge rund um die Stadt, denn Seoul ist von Granithügeln umgeben, auf denen man tatsächlich wandern kann, selbst wenn man gerade in einer Zehnmillionenstadt steht.

 

Meine Seoul-Reiseführer:

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Südkorea Sehenswürdigkeiten: Das ganze Land entdecken

Seoul ist ein hervorragender Ausgangspunkt, von dem aus du dank KTX praktisch jeden Teil des Landes schnell und bequem erreichst. Wer mehr Zeit hat, merkt dabei ziemlich schnell, dass Südkorea außerhalb der Hauptstadt noch einmal eine ganz andere Seite zeigt.

Gyeongju: Das Freilichtmuseum Koreas

Gyeongju war fast tausend Jahre lang Hauptstadt des Silla-Reichs und ist wohl die historisch dichteste Stadt des Landes. Königsgräber stehen mitten im Stadtbild, Tempelanlagen ziehen sich durch die umliegenden Hügel und der Bulguksa-Tempel gehört gemeinsam mit der Seokguram-Grotte zum UNESCO-Welterbe.

Besonders schön ist Gyeongju, weil es nie museal wirkt, sondern einfach so aussieht, als hätte man die Geschichte schlicht stehen lassen. Vom KTX aus Seoul ist die Stadt in knapp zwei Stunden erreichbar.

Alle Südkorea Zugtickets kannst du übrigens unkompliziert bei 12goasia* buchen.

 

Höhepunkte in Gyeongju:

  • Bulguksa-Tempel und Seokguram-Grotte (UNESCO-Welterbe)
  • Tumuli Park mit den Königsgräbern mitten im Stadtzentrum
  • Anapji-Teich, besonders abends sehr stimmungsvoll
  • Radfahren durch Reisfelder und Tempelanlagen der Umgebung

Busan: Südkoreas lebhafte Stadt am Meer

Busan ist die zweitgrößte Stadt Südkoreas und hat eine völlig andere Energie als Seoul. Die Stadt zieht sich an Berghängen entlang, liegt direkt am Meer und hat mit dem Haeundae Beach einen der bekanntesten Strände des Landes.

Auch historisch ist Busan dabei deutlich bedeutsamer als viele Reisende ahnen, denn im Koreakrieg war die Stadt die letzte Bastion gegen die vorrückenden nordkoreanischen Streitkräfte und der Ausgangspunkt der Rückeroberung des Südens.

Besonders das Gamcheon Culture Village mit seinen bunten Häusern an steilen Gassen ist ein Ort, den man wirklich gesehen haben sollte, denn kein Foto macht ihm wirklich gerecht. Der Jagalchi Fish Market am frühen Morgen ist wohl die kulinarischste Art, Busan zu erleben.

 

Höhepunkte in Busan:

  • Gamcheon Culture Village mit bunten Häusern an steilen Gassen
  • Jagalchi Fish Market, Koreas größter Fischmarkt
  • Haeundae Beach und Hapalong Beach
  • Beomeosa-Tempel in den Bergen oberhalb der Stadt

Jeju-do: Die Lieblingsinsel der Koreaner

Jeju ist sozusagen das Mallorca der Südkoreaner, auch wenn hier nicht so exzessiv gefeiert wird wie im inoffiziellen 17. Bundesland Deutschlands. Von einer Einheimischen habe ich gehört, dass viele Koreaner schlicht ungerne ins Ausland reisen, weil Sprachbarrieren und fremde Schriften den Urlaub unnötig kompliziert machen, weshalb Jeju als innerkoreanisches Traumziel seit Jahrzehnten boomt. International ist die Insel noch deutlich ruhiger, was sie für Reisende von außerhalb wiederum sehr attraktiv macht.

Der Hallasan ist mit knapp 1.950 Metern der höchste Berg Südkoreas und ein erloschener Vulkan, dessen Kraterwanderung zu den schönsten Touren des Landes gehört.

Dazu kommen bizarre Lavaröhren, schwarze Sandstrände und eine Küstenlandschaft, die mit dem Rest Koreas kaum etwas gemein hat.

Auch die Jeju-Mandarinen sind sehr begehrt, da sie aufgrund ihrer Süße zu den leckersten Mandarinen der Welt zählen und aufgrund der klimatischen Bedingungen ganzjährig gepflückt werden können.

Per günstigem Inlandsflug ist Jeju von Seoul in etwa einer Stunde erreichbar.

 

Höhepunkte in Jeju-do:

  • Hallasan Nationalpark mit mehreren Wanderrouten zum Gipfel
  • Manjanggul Lava Tube, eine der längsten Lavaröhren der Welt
  • Seongsan Ilchulbong, der spektakuläre Vulkankrater an der Ostküste
  • Schwarze Sandstrände und die traditionellen Haenyeo-Taucherinnen

An der Grenze zu Nordkorea: Die demilitarisierte Zone (DMZ)

Die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea ist kein typisches Reiseziel, aber wohl eines der Eindrücklichsten. Von Seoul aus gibt es organisierte Tagestouren zur DMZ und zum Joint Security Area in Panmunjom, die zeigen, wie nah dieser eingefrorene Konflikt noch immer ist.

Einfach so zur DMZ anreisen geht hier nicht. Du brauchst eine offizielle Registrierung vorab und darfst dich an der Grenze nicht einfach so frei bewegen.

Wachttürme, Stacheldraht und die absolute Stille in einem der militärisch am dichtesten besetzten Grenzstreifen der Welt sind eine Erfahrung, die sich von allem anderen abhebt. Auch der Blick nach Nordkorea über ein Fernglas hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, in Freiheit leben zu können.

Meine Eindrücke zu meiner DMZ-Tagestour an der nordkoreanischen Grenze findest du im Seoul 3-Tage Guide.

Praktische Infos für deine nächste Südkorea-Reise

Beste Reisezeit: Frühling (April bis Anfang Mai) und Herbst (Oktober und November) gelten als die schönsten Jahreszeiten. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit erhöhter Feinstaubwerte im April gegeben ist, hast du vor allem im Frühling die Möglichkeit, die Kirschblüte Südkoreas zu erleben.

Im Gegensatz zur Kirschblüte in Japan gibt es hier nicht so viele Touristen und die Preise sind moderater als in Japan zu dieser Zeit, obwohl die Kirschblüte in Südkorea genau so schön ist.

Auch der rote Laubwald im Herbst ist tatsächlich so schön, wie man es auf Fotos sieht. Sommer und Winter eignen sich jedoch nur bedingt für eine Reise. Der Sommer ist heiß und sehr feucht, der Winter in Seoul ist eisig kalt, wie wir es hier aus Deutschland kennen.

Einreise: Deutsche Staatsbürger benötigen für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum. Ob die elektronische Einreisegenehmigung K-ETA aktuell gilt, solltest du vorab auf der offiziellen Website des Auswärtigen Amtes prüfen, da sich die Regelung jederzeit ändern kann. Mehr zur Einreise findest du auch in meinem ausführlichen Guide 7 unverzichtbare Tipps für deine erste Südkorea-Reise.

Währung: Die offizielle Währung ist der Koreanische Won (KRW). Geldautomaten in Convenience-Stores wie GS25 oder CU akzeptieren ausländische Karten zuverlässig, trotzdem lohnt es sich, immer etwas Bargeld dabei zu haben.

Transport: Flüge nach Seoul landen in der Regel am Incheon International Airport, einem der besten Flughäfen der Welt. Von dort bringt dich der AREX-Express in etwa 45 Minuten ins Stadtzentrum*. Im Land selbst ist das KTX-Netz die bequemste und schnellste Art zu reisen.

Südkorea verstehen: Geschichte, Teilung und Gesellschaft heute

Wer Südkorea wirklich verstehen will, kommt an der Geschichte der koreanischen Halbinsel nicht vorbei, denn sie ist bis heute in fast allem spürbar, was das Land ausmacht.

Korea war über Jahrhunderte ein geeintes Königreich, stand dabei lange unter dem Einfluss mächtiger Nachbarn und wurde im frühen 20. Jahrhundert von Japan besetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte die Halbinsel auf, wobei China auf nordkoreanischer Seite massiv in den folgenden Koreakrieg eingriff und den Konflikt erheblich verlängerte.

Der Krieg endete 1953 nicht mit einem Friedensvertrag, sondern lediglich mit einem Waffenstillstand, der bis heute gilt. Nord- und Südkorea befinden sich also technisch gesehen noch immer im Kriegszustand, wobei dieser Umstand im südkoreanischen Alltag seltsam weit weg wirkt, bis man dann an der DMZ steht.

Gegenüber den direkten Nachbarn Japan und China ist das Verhältnis historisch geprägt und teils angespannt, gegenüber westlichen Reisenden ist Korea hingegen ausgesprochen offen und herzlich. Deutsche Reisende werden übrigens oft sehr warmherzig empfangen, denn Südkorea hat eine lange Zuneigung zu Deutschland und deutschen Produkten, was einen im Alltag immer wieder überrascht.

Mein Tipp: Wenn du in einem Airbnb oder bei einer Gastfamilie übernachtest, kannst du ihnen eine große Freude mit deutscher Schokolade machen.

Ein weiterer prägender Faktor ist der Konfuzianismus, der seit der Joseon-Dynastie tief in der koreanischen Gesellschaft verwurzelt ist und den Alltag bis heute spürbar beeinflusst. Hierarchisches Denken, der ausgeprägte Respekt gegenüber Älteren und traditionelle patriarchische Rollenbilder sind fest verankert, wobei der Kontrast zur gleichzeitig hochmodernen, technologisch fortschrittlichen Gesellschaft besonders faszinierend ist.

Gerade für dich lohnt es sich, diese kulturellen Eigenheiten zu kennen, denn sie erklären vieles, was man im Alltag bei uns nicht kennt, vom Einschenken von Getränken bis hin zur Rangordnung am Esstisch.

Auch was aus Südkorea in den Jahrzehnten nach dem Krieg wurde, ist wirtschaftsgeschichtlich bemerkenswert. Der Aufstieg von einem der ärmsten Länder der Welt zu einer der führenden Volkswirtschaften Asiens geschah innerhalb weniger Jahrzehnte, weshalb man auch vom „Miracle on the Han River“ spricht. Samsung, Hyundai und LG sind dabei wohl die bekanntesten Symbole dieses Wandels, doch auch der Alltag in Seoul zeigt, wie tief diese Transformation die Gesellschaft geprägt hat.

Der Leistungsdruck ist hoch, das Bildungssystem gilt als eines der härtesten der Welt und die Erwartungen an die junge Generation sind enorm, sodass Südkorea vor allem demografisch vor erheblichen Herausforderungen steht.

Und auch die Teilung selbst ist im Süden allgegenwärtig, allerdings auf eine eigenartig stille Art. Viele Südkoreaner haben immer noch direkte Verwandte im Norden, zu denen seit Jahrzehnten jeder Kontakt abgebrochen ist.

Trotzdem, oder vielleicht auch genau deshalb, ist die südkoreanische Gesellschaft bemerkenswert lebendig und zugewandt, mit einer Kulturszene, die gerade global so viel Aufmerksamkeit bekommt wie nie zuvor. K-Pop und koreanische Serien sind dabei nur die sichtbare Oberfläche eines Landes, das wirklich sehr viel mehr zu bieten hat.

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