5 Tage im Mulu Nationalpark: 7 Gründe, warum wir Borneos verstecktes Naturwunder geliebt haben

Eine unvergessliche Reise im UNESCO Welterbe

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Hey!

Der Mulu Nationalpark auf Borneo hat uns komplett umgehauen! Millionen von Fledermäusen, die wie Schlangen durch den Himmel fliegen, Höhlen so gigantisch und unwirklich, dass wir uns wie auf dem Mars gefühlt haben, und außergewöhnliche Tiere, die man wohl nur hier auf Borneo entdecken kann.

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave Eingang Ferne

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Dieser Abschnitt unserer 5-monatigen Asienreise im November 2025 war einer der beeindruckendsten, den wir sicherlich nie vergessen werden und daher nehmen wir dich gern mit auf unsere Reise. Nicht zu Unrecht also ist der Mulu Nationalpark UNESCO Welterbe.

Und damit du keines der Mulu Nationalpark Highlights verpasst, haben wir diesen Guide verfasst, der dir alle wichtigen Informationen zu diesem wunderbaren Nationalpark auf Borneo gibt.

7 Gründe, warum wir unsere Zeit im Mulu Nationalpark geliebt haben

Wir haben fünf Tage im Mulu Nationalpark verbracht und zeigen dir daher einen ausführlichen Reiseführer. Wenn wir es aber auf den Punkt bringen müssen, dann sind es diese sieben Dinge, die unseren Aufenthalt so besonders gemacht haben.

  • Fast keine Touristen im November: Bei der Nachtwanderung waren wir zu viert, beim Bat Exodus fünf Personen, in der Deer Cave die einzige Gruppe. Im November hat man den Mulu Nationalpark also praktisch für sich allein, und das ist heute wirklich selten geworden.
  • Die Deer Cave ist wirklich unfassbar groß: Also wirklich wirklich! Kein Video und kein Bild bereiten dich darauf vor, wie riesig diese Höhle tatsächlich ist. Der größte Höhleneingang der Welt, mit Millionen Fledermäusen an der Decke, ist einfach überwältigend. Das solltest du unbedingt live sehen!
  • Der Bat Exodus ist ein Naturschauspiel: Bis zu drei Millionen Fledermäuse fliegen jeden Abend aus und sehen aus wie fliegende Schlangen am Himmel. Allein die schiere Zahl ist unvorstellbar groß, und der einzigartige Tanz am Himmel, mit dem Surren der Fledermausflügel im Hintergrund, ist einfach spektakulär.
  • Überraschend moderne Infrastruktur: Wir hatten nicht erwartet, dass ein Nationalpark am scheinbar gefühlten Ende der Welt so gut organisiert ist. Perfekte Holzwege, exzellente Guides, alles top gepflegt.
  • Die Guides sind Experten mit Leidenschaft: Jeder einzelne Guide wusste einfach alles über die Natur und man hat gemerkt, dass sie ihren Job mit Begeisterung machen. Wir konnten wirklich jede erdenkliche Frage stellen und sie hatten immer eine passende Antwort parat.
  • Freundliche und entspannte Menschen: Alle Menschen, denen wir in Mulu begegnet sind, waren unglaublich freundlich, entspannt und hilfsbereit.
  • Wenig Zeit, aber intensive Erlebnisse: Fünf Tage klingen nach wenig Zeit, doch dank gut organisierter Touren und der Tatsache, dass wir uns nur auf die Highlights konzentriert haben, konnten wir wirklich viel erleben, ohne gehetzt zu sein. Dennoch hätten wir unseren Aufenthalt gerne verlängert, da es so viel mehr zu sehen gibt.

Anreise nach Mulu auf Borneo: Nur mit dem Flugzeug sinnvoll

Die Anreise nach Mulu funktioniert am besten mit der Airline MASwings (jetzt AirBorneo), einem Ableger von Malaysia Airlines. Der Flug von Miri nach Mulu war eigentlich schon das erste Erlebnis. Die kleinen Propellermaschinen fliegen mehrmals täglich von Miri aus über den Regenwald und sind die günstigste Option.

Was ihr vor Abflug wissen solltet: Es gibt ein Gepäcklimit von 20 Kilogramm und mehr kann man online auch nicht buchen. Dennoch ist Übergepäck kein Problem, denn ihr könnt am Flughafen für fünf Ringgit pro Kilo nachbuchen.

In der Hauptreisezeit solltet ihr allerdings früh am Schalter sein, wenn ihr Übergepäck habt, da die Flugzeuge klein sind und wir von Fällen gehört haben, wo das Gepäck erst am nächsten Tag nachkommen musste. Im November war das bei uns kein Thema, da das Flugzeug fast leer war.

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Unser Koffertipp für längere Reisen: Vor allem Vanessas Koffer der Marke Level 8*, hat uns auf unserer längeren Asienreise überzeugt, da er sehr robust ist und durch die praktische Aufteilung viel Platz bietet.

Wir haben den Koffer auf unserer Reise ausführlich getestet und dazu auch einen Erfahrungsbericht verfasst, den du hier findest*. Mit unserem Code „Dailytrip15“ sparst du übrigens 15% bei deiner Bestellung.

Wir saßen also in der kleinen Propellermaschine von MASwings (AirBorneo) und schauten aus dem Fenster auf den endlosen Regenwald unter uns, durch den sich unzählige Flüsse schlängelten und vom Himmel aus wie Schlangen aussahen.

Mulu Nationalpark Borneo Anflug MASwings

Mulu Nationalpark Borneo Flughafen Flugzeug MASwings

Doch zwischen all dem satten Grün zogen sich leider auch immer wieder braune und verbrannte Flächen durch die Landschaft. Palmölplantagen, so weit das Auge reichte, und an einigen Stellen stiegen Rauchsäulen von brennenden Feldern auf. Auch das gehört natürlich zur Wahrheit auf Borneo und es war ein bedrückender Anblick, der uns daran erinnerte, wie wichtig geschützte Orte wie der Mulu Nationalpark sind.

Als wir dann auf dem winzigen Flughafen in Mulu landeten, war der Kontrast umso größer. Hier, mitten im Nirgendwo, wartete ein perfekt organisierter Nationalpark auf uns, der uns in den nächsten fünf Tagen zeigen sollte, wie beeindruckend unberührte Natur sein kann. Wir hatten uns bewusst für den November entschieden und sollten damit goldrichtig liegen, denn wir hatten den Nationalpark praktisch für uns allein.

Alternative Anreise in den Mulu Nationalpark: Theoretisch gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Boot anzureisen, aber Locals vor Ort meinten, dass das deutlich teurer ist als fliegen und dass die Flüsse, besonders in der Trockenzeit, teilweise zu wenig Wasser führen. Also ist das Flugzeug definitiv die beste Option.

Tag 1: Ankunft, Rambutans vom Straßenrand und eine fette Tarantel in der Nacht

Am Flughafen wurden wir von Donny, unserem Fahrer vom Mulu Marriott Resort*, im Sammeltaxi abgeholt, der uns zusammen mit anderen Gästen ins Hotel brachte. Dort checkten wir erst einmal in aller Ruhe ein und richteten uns in unserer Suite ein. Dank unseres Amex-Platinum-Status hatten wir nämlich ein kostenloses Upgrade auf eine der beiden Suiten erhalten, was eine schöne Überraschung war.

Mulu Nationalpark Borneo Marriott Wege

Mulu Nationalpark Borneo Marriott Resort Swimmingpool

Da wir für den Abend schon eine Nachtwanderung gebucht hatten und die Anmeldung im Nationalpark nur bis 17 Uhr möglich war, fuhren wir direkt weiter zum Park.

Im Nationalpark mussten wir uns zunächst im Office registrieren und bekamen ein Armband umgelegt, ähnlich wie in All-Inclusive-Hotels, das wir in den nächsten Tagen tragen mussten. Fanden wir jetzt nicht so optimal, aber nunja, es war ok. Die Registrierung selbst verlief schnell und unkompliziert.

Auf dem Rückweg wurden wir dann wieder vom Hoteltransfer abgeholt. Dazu mussten wir einfach nur dem Parkranger am Eingang Bescheid geben, dass wir eine Abholung benötigen, und er rief beim Hotel an. Keine 10 Minuten später wurden wir dann schon von Donny abgeholt. Lustigerweise hielt er auf der Straße plötzlich an, stieg ohne ein Wort aus, pflückte ein paar Früchte von einem Baum und reichte uns grinsend frische Rambutans zum Probieren. So fängt eine gute Reise an.

Die Nachtwanderung mit einer gruseligen Überraschung über uns

Für den ersten Abend hatten wir eine Nachtwanderung im Mulu Nationalpark gebucht und das war eine unserer besten Entscheidungen. Denn erstens hatten wir Glück mit dem Wetter und außer uns gab es nur zwei weitere Teilnehmerinnen aus der Schweiz, sodass wir eine sehr entspannte und private Nachtwanderung erleben durften.

Unser Guide war ein wandelndes Lexikon und kannte jeden Baum, jedes Insekt und jede Pflanze. Seine Leidenschaft für den Regenwald war mit jedem Wort spürbar und er konnte uns wirklich jede erdenkliche Frage beantworten, was uns sehr beeindruckt hat.

Witzigerweise hatte er nur Flip-Flops an und wir waren definitiv voll ausgerüstet mit Wanderschuhen und langen Hosen. Darüber hinaus hatte er auch einen ziemlich trockenen Humor, was wir sehr lustig fanden, da die Tour dadurch sehr entspannt war.

Dann blieb unser Guide plötzlich stehen und leuchtete mit seiner Taschenlampe einen Baum hinauf, als würde er zufällig etwas entdecken. Dort, keine drei Meter von uns entfernt, starrte uns eine riesige Tarantel an, die fast so breit wie der Baumstamm war.

Mulu Nationalpark Borneo Nachtwanderung Taschenlampe

Mulu Nationalpark Borneo Tarantel Nachtwanderung

Wir standen einfach nur da und schauten sie an, fasziniert und gleichzeitig ein bisschen mulmig, da wir das Gefühl hatten, sie könnte jederzeit vom Baum auf uns herunterspringen. Tat sie dann glücklicherweise nicht!

Im Laufe der Wanderung sahen wir noch den wunderschönen und seltenen Eisvogel (Kingfisher) beim Schlafen auf einem Ast, gigantische Gespenstschrecken (Stickinsects), Riesenkrabbenspinnen (Huntsman Spiders), schlafende Geckos und giftige Tausendfüßler sowie unzählige andere Krabbeltiere, wobei uns jedes Tier ausführlich erklärt wurde.

Mulu Nationalpark Borneo Eisvogel Kingfisher Nachtwanderung

Mulu Nationalpark Borneo Gespenstschrecke Blatt Nachtwanderung

Mulu Nationalpark Borneo Gespenstschrecke Nachtwanderung

Mulu Nationalpark Borneo Huntsman Spider Spinne

Nach fast zwei Stunden kehrten wir zurück und Donny holte uns ab. Müde, aber absolut begeistert von diesem genialen Auftakt, fielen wir später ins Bett.

Unsere persönliche Empfehlung: Die Nachtwanderung ist absolut empfehlenswert, aber nehmt unbedingt eine eigene, starke Taschenlampe mit. Der Guide hatte zwar eine Taschenlampe dabei, aber es ist natürlich praktischer wenn du den Weg vor dir in absoluter Dunkelheit selbst beleuchten kannst.

Thomas nutzt diese kräftige LED-Taschenlampe*, die du auch in unserer ausführlichen Weltreise-Packliste findest. Oben im Foto der Nachtwanderung kannst du ganz gut erkennen, warum eine gute Taschenlampe hilfreich ist.

Tag 2: Die Deer Cave und drei Millionen Fledermäuse, die als Schlange durch den Himmel fliegen

Der zweite Tag sollte uns das absolute Highlight bringen, nämlich die Deer Cave mit dem legendären Bat Exodus. Wir hatten im Vorfeld viel darüber gelesen und Videos geschaut, aber nichts hätte uns wirklich darauf vorbereiten können, was wir dann tatsächlich erleben sollten.

Falls du noch nie davon gehört hast: Der Bat Exodus beschreibt das tägliche Ausfliegen von bis zu 3 Millionen Fledermäusen aus der riesigen Höhle.

Die Wanderung zur Deer Cave führte uns über die gut ausgebauten Holzwege durch den Regenwald, wobei unser Guide uns von der Bedeutung des Waldes für die Region erzählte und erklärte, warum es hier kaum Moskitos gibt. Die Millionen von Fledermäusen erledigen nämlich jede Nacht die Arbeit auf ihrer Nahrungssuche, was ziemlich beeindruckend ist.

Mulu Nationalpark Borneo Wanderweg Steg

Mulu Nationalpark Borneo Riesenbaum

Mulu Nationalpark Borneo Wanderweg im Regen

Zunächst besuchten wir jedoch die Lang Cave, eine kleinere Höhle mit beeindruckenden Tropfsteinformationen, die wie gefrorene Wasserfälle oder bizarre Skulpturen aussahen. Allerdings war die Lang Cave nur der Auftakt für das, was dann kam.

Mulu Nationalpark Borneo Langcave Wege

Mulu Nationalpark Borneo Steinformation

Mulu Nationalpark Borneo Pilzmueckenlarven Faeden

Mulu Nationalpark Borneo Langcave Hoehle

Als uns in der Deer Cave die Kinnlade runterfiel

Als wir die Deer Cave betraten, blieb uns echt die Spucke weg. Der Höhleneingang der Deer Cave gilt als der größte der Welt und ist so riesig, dass ein Flugzeug hindurchfliegen könnte. Wir konnten unseren Blick von der hohen Decke nicht abwenden, und dort oben hingen überall Millionen von Fledermäusen, die man als schwarze Flecken an der Decke nur grob erahnen konnte.

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave Eingang Weg

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave Eingang Hoehe

Der Boden war an manchen Stellen meterdick mit Guano bedeckt. Wir hatten vorab gelesen, dass der Gestank unerträglich sein soll. Ehrlich gesagt fanden wir es gar nicht so schlimm, aber vielleicht sind unsere Nasen nicht so empfindlich.

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave Guano Ablagerung

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave Weg

Dennoch trugen wir Mützen, denn ständig rieselt feiner Guano von oben herab. Zwar sind das nur Mikropartikel und keine riesigen Haufen, aber man möchte den Fledermausdreck ja auch nicht unbedingt in die Haare bekommen.

An einer Stelle zeigte uns der Guide den berühmten Abraham-Lincoln-Felsen, eine Felsformation, die Abraham Lincolns Profil ähneln soll. Könnt ihr es auf dem Bild erkennen?

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave Abraham Lincoln Felsen

Mulu Nationalpark Deer Cave Vanessa

Die Atmosphäre in dieser Höhle ist schwer zu beschreiben, denn die schiere Größe, das gedämpfte Licht, das nur durch den riesigen Eingang hereinfällt, und die Millionen Fledermäuse über einem fühlten sich an, als wären wir auf einem anderen Planeten.

Mulu Nationalpark Borneo Deer Cave mystischer Ausgang

Der Bat Exodus: Fast verpasst, aber dann…

Nach etwa einer Stunde verließen wir die Höhle und gingen zur Aussichtsplattform für den Bat Exodus, als unser Guide plötzlich meinte, wir sollten uns beeilen. Er hatte gemerkt, dass sich die Fledermäuse vor der Höhle sammelten, und tatsächlich sahen wir die erste Gruppe Fledermäuse oben vor der Höhle, die zunächst in einer Ringform im Kreis flogen. Der Guide erklärte uns, dass sich die Fledermäuse so sammeln und dann losfliegen, wenn sie genug in einer Gruppe sind.

Mulu Nationalpark Borneo Bat Exodus Kugelformation

Mulu Nationalpark Borneo Bat Exodus Berg

Und so war es dann auch: irgendwann schoss die erste Gruppe los und sah aus wie eine fliegende Schlange am Himmel. Gruppe für Gruppe verließ die Höhle, wobei Hunderte, Tausende, Hunderttausende Fledermäuse die Formationen über den Himmel zogen. Mal breit, mal schmal, mal teilten sie sich, dann verschmolzen sie wieder.

Gut zu wissen: Bis zu drei Millionen Fledermäuse verlassen jeden Abend die Deer Cave, um sich auf Nahrungssuche zu begeben, was übrigens ein Grund ist, warum es im Mulu Nationalpark kaum Moskitos gibt. Das Spektakel dauerte über eine Stunde und startet jeden Abend bei gutem Wetter zwischen 17:30 und 18 Uhr.

Mulu Nationalpark Borneo Fledermaeuse Bat Exodus

Mulu Nationalpark Borneo Bat Exodus Schlangenform Himmel

Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, denn unser Guide erzählte uns, dass die Fledermäuse bei Regen oft in der Höhle bleiben. An diesem Abend war der Himmel klar und wir konnten das gesamte Schauspiel sehen, wobei man auch ohne Guide zur Aussichtsplattform gehen kann, falls ihr beim ersten Mal Pech mit dem Wetter habt.

Mulu Nationalpark Borneo Bat Exodus Plattform

Mulu Nationalpark Borneo Bat Exodus Aussichtsplattform

Gut zu wissen: Bei der Deer Cave und dem Bat Exodus waren wir an diesem Tag insgesamt nur fünf Personen in der Gruppe. Die Höhle war komplett leer, wir waren die einzige Gruppe dort – so etwas gibt es heute nur noch selten.

Tag 3: Mit dem Boot durch zu flache Flüsse und der Klimawandel wird real

Der dritte Tag führte uns nach einem ausgiebigen Frühstück zu einem ganz anderen Teil des Nationalparks, denn diesmal ging es mit dem Boot den Fluss hinauf zu den Clearwater und Wind Caves mit einem kleinen Zwischenstopp im Dorf des Penan-Tribes. Was zunächst nach einer entspannten Bootsfahrt klang, wurde jedoch zu einer eindringlichen Lektion über die Auswirkungen des Klimawandels.

Die Flüsse hatten nämlich viel zu wenig Wasser, sodass wir immer wieder auf Grund liefen und unsere Bootsführer geschickt manövrieren oder uns buchstäblich über die Untiefen ziehen mussten. Wir waren fasziniert davon, mit welcher Sicherheit und Routine sie das Boot durch diese schwierigen Bedingungen steuerten, wobei es offensichtlich war, dass dies nicht das erste Mal war.

Mulu Nationalpark Borneo Sungai Melinau Paku Bootsfahrt

Mulu Nationalpark Borneo Sungai Melinau Paku Fluss Boote

Unser Guide erklärte uns, dass die Pegelstände in den letzten Jahren immer problematischer geworden sind, und zu der Zeit, als wir dort waren, war es für die Boote gerade noch so möglich, die Strecke zu fahren. Hätte es noch weniger Wasser gegeben, wäre die Tour nicht durchführbar gewesen, was uns schon nachdenklich stimmte.

Zuerst besuchten wir jedoch ein Dorf des Stammes Penan. Der Zwischenstop im Penan Dorf hat uns jetzt nicht so umgehauen, da wir abgesehen von ein paar Infotafeln, nicht so viel über den Penan Stamm erfahren haben und es eigentlich nur ein paar Verkaufsstände mit Souvenirs gab.

Irgendwie hatten wir aber auch Verständnis dafür, dass sich die Menschen ihr kleines Einkommen so aufbessern wollen. Positiv war jedenfalls, dass wir gar nicht zum Kauf bedrängt worden sind. Und da wir auf einer langen Reise unterwegs waren, hatten wir sowieso nur begrenzt Platz für Souvenirs, auch wenn wir sehr große Koffer haben.

Mulu Nationalpark Borneo Penan Handicraft Dorf

Mulu Nationalpark Borneo Penan Handicraft Markt

Nach etwa 45 Minuten erreichten wir die Wind Cave, die deutlich kleiner als die Deer Cave war, aber auf ihre eigene Weise beeindruckend. Die Stalaktiten und Stalagmiten bildeten bizarre Formationen und unser Guide zeigte uns verschiedene Bereiche der Höhle mit unterschiedlichen geologischen Besonderheiten.

Mulu Nationalpark Borneo Wind Cave enge Passage

Mulu Nationalpark Borneo Wind Cave Stalagmit Wasserspritzer
Mulu Nationalpark Borneo Wind Cave Weg

Mulu Nationalpark Borneo Wind Cave Felsformationen
Mulu Nationalpark Borneo Wind Cave Deckenoeffnung

Mulu Nationalpark Borneo Wind Cave Oeffnung Sonnenlicht

Von der Wind Cave ging es weiter zur Clearwater Cave, deren Name vom kristallklaren Wasser kommt, das durch die Höhle fließt und sich vor dem Eingang in einem natürlichen Pool sammelt. Auch diese Höhle war mit dem unterirdischen Flusssystem stellenweise spektakulär.

Mulu Nationalpark Borneo Clearwater Cave Eingang

Mulu Nationalpark Borneo Clearwater Cave Ausgang Treppen

Besonders interessant war seine Erzählung über eine seltene Orchideenart war, die in dieser Region vorkommt. Er kannte jede Pflanze beim Namen und konnte uns zu jeder eine Geschichte erzählen, was seine Begeisterung für die Natur wirklich ansteckend machte.

Mulu Nationalpark Borneo Clearwater Cave Wege

Mulu Nationalpark Borneo Clearwater Cave transparentes Wasser
Mulu Nationalpark Borneo Clearwater Cave Hoehlenfluss

Direkt am Höhlenausgang wartete ein außergewöhnlicher Laternenkäfer (Pyrops Whiteheadi) am Baum auf uns und wir waren absolut begeistert von diesem seltenen Fund.

Mulu Nationalpark Borneo Pyrops Whiteheadi Laternenkaefer

Nach dieser schönen Begegnung hatten wir die Möglichkeit, im kristallklaren Wasser des Flusses zu baden, was eine willkommene Erfrischung nach der Höhlenwanderung war.

Mulu Nationalpark Borneo Badeteich

Mulu Nationalpark Borneo Sungai Melinau Paku Fluss

Das Wasser war angenehm kühl und unglaublich klar, sodass wir uns einfach treiben ließen und den Moment genossen. Keine Menschenmassen, kein Lärm, denn zu dem Zeitpunkt waren nur wir und ein Solotraveller aus London dort, mit dem wir einige nette Gespräche hatten und die Ruhe genießen konnten.

Die Rückfahrt mit dem Boot war erneut eine kleine Herausforderung für unsere Bootsführer, die sie jedoch mit Bravour meisterten. Zurück im Mulu Marriott Resort* ließen wir den Tag entspannt ausklingen, wobei das Hotelrestaurant eine gute Auswahl an Gerichten bot und wir jedes Mal überrascht waren, wie gut das Essen war, wenn man bedachte, dass alle Lebensmittel mit dem Flugzeug eingeflogen werden müssen.

Gut zu wissen: Die Wind und Clearwater Caves waren auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie die Deer Cave, aber dennoch sehr interessant und eine Empfehlung wert. Spektakulär an der Clearwater Cave ist zudem, dass sie zu den größten erforschten Höhlensystemen der Welt gehört und mittlerweile ca. 260km der Höhle erkundet worden sind.

Tag 4: Der Canopy Walk und Thomas‘ größte Herausforderung der Reise

Der vierte Tag brachte für einen von uns beiden eine ganz besondere Herausforderung, denn der Canopy Walk im Mulu Nationalpark stand für uns auf dem Programm. Thomas hat nämlich eine ausgeprägte Höhenangst, oder besser gesagt eine Fallangst. Vor allem bei diesem Canopy Walk hat sich das gezeigt!

Mulu Nationalpark Borneo Canopy Walk Turm

Mulu Nationalpark Borneo Canopy Walk

Der Canopy Walk im Mulu-Nationalpark ist einer der längsten in Südostasien, wobei mehrere Hängebrücken die Baumwipfel in bis zu 25 Metern Höhe verbinden und spektakuläre Ausblicke über das Regenwalddach bieten. Klingt fantastisch, und das war es auch, aber für Thomas wurde es an manchen Stellen zur echten Nervenprobe.

Mulu Nationalpark Borneo Canopy Walk Vanessa

Mulu Nationalpark Borneo Canopy Walk Blick unten

Die ersten Brücken waren noch relativ breit und stabil, doch je weiter wir kamen, desto schmaler und wackeliger wurden sie. An einigen Stellen reichte das extrem wackelige Seilgeländer nur bis zur Hüfte, und man lief dort komplett ohne Sicherung, was Thomas sichtlich blass werden ließ. An den kritischsten Stellen ging er also geduckt über die Brücke und hielt sich mit beiden Händen am niedrigen Geländer fest. Die Aussicht von oben war zwar sehr schön, wurde jedoch von einsetzendem Regen ein wenig getrübt.

Mulu Nationalpark Borneo Canopy Walk wackliger Weg

Mulu Nationalpark Borneo Ausblick Nebel Regen

Interessanterweise sahen wir in unserer gesamten Zeit im Mulu-Nationalpark keinen einzigen Affen, obwohl wir eigentlich erwartet hatten zumindest die berüchtigten Makkaken zu sehen, zumal wir im Bako-Nationalpark bei Kuching ständig von Affen umgeben waren. In Mulu scheint die Affenpopulation allerdings deutlich geringer zu sein.

Nach etwa einer Stunde hatten wir den Canopy Walk geschafft und standen wieder auf festem Boden. Definitiv ein Erlebnis, das wir im Mulu-Nationalpark empfehlen können, aber du solltest wirklich schwindelfrei sein.

Tag 5: Entspannung und ein letzter Blick zurück

Der fünfte und letzte Tag in Mulu war zum Entspannen gedacht, denn wir hatten uns bewusst dafür entschieden, nicht jede einzelne Tour mitzunehmen. Es gibt im Nationalpark zwar auch einige Wanderungen, die man ohne Guide machen kann, aber wir wollten unsere Zeit in Mulu genießen.

Der Tag verging mit einem ausgedehnten Frühstück im Mulu Marriott Resort*, wobei wir auf der Terrasse saßen, den Blick auf die Berge genossen und die vergangenen Tage Revue passieren ließen. Wir waren froh, dass wir uns für diesen Ort entschieden hatten, denn Mulu war alles, was wir uns erhofft hatten, und noch viel mehr.

Mulu Nationalpark Borneo Tausendfuessler

Mulu Nationalpark Borneo Green Crested Lizard
Mulu Nationalpark Borneo blauer Falter

Mulu Nationalpark Borneo giftige Raupe Regenwald
Mulu Nationalpark Borneo Gecko

Mulu Nationalpark Borneo Insekt Heuschrecke

Dabei entdeckten wir auch ein paar interessante Tiere, darunter einen Green Crested Lizard auf dem Geländer des Holzstegs, dessen Schwanz bestimmt dreimal so lang wie sein Körper war. So ein beeindruckendes Tier hatten wir noch nie zuvor gesehen, wobei auch diverse bunte Vögel zwischen den Palmen hin und her flogen.

Was du noch für deine Reise in den Mulu Nationalpark wissen solltest

Beste Reisezeit Mulu Nationalpark: November war für uns die perfekte Reisezeit für den Mulu Nationalpark.

Für uns war der November die perfekte Reisezeit, wobei es ab und an ein wenig geregnet hat, was den Regenwald eigentlich nur noch schöner machte. Die Guides erzählten uns auch, dass der November einer der besten Monate ist, weil es zu der Zeit kaum Touristen gibt und es noch nicht so viel Regen gibt.

Wir können das nur bestätigen, denn bei der Nachtwanderung waren wir nur vier Personen, beim Bat Exodus fünf, und in der Deer Cave waren wir die einzige Gruppe. Auch das Flugzeug war auf beiden Flügen fast komplett leer. Dieses Gefühl von Exklusivität ist heute auf Reisen wirklich unbezahlbar.

Tourenplanung Mulu Nationalpark: Am besten vorher online buchen

Wir haben alle Touren direkt über die offizielle Website des Nationalparks gebucht, nämlich mulupark.com. Dort findest du auch alle offiziellen und aktuellen Informationen zu den angebotenen Touren im Park. Auch die Kommunikation per E-Mail funktionierte problemlos und wir konnten unsere Touren dort vorab buchen.

Wichtig: In der Hauptreisezeit solltest du unbedingt vorher buchen, da die Touren ausgebucht sein können. In der Nebensaison geht es auch kurzfristig vor Ort, aber wir würden trotzdem empfehlen, im Voraus zu planen.

Theoretisch kannst du die Touren auch über das Mulu Marriott Resort* buchen, falls du dort eincheckst. Aber dort sind sie deutlich teurer, sodass es sich lohnt, direkt beim Nationalpark zu buchen.

Die Pinnacles: Bitte unterschätzt diese Tour nicht

Ein wichtiger Hinweis zu den Pinnacles, einem weiteren Highlight in Mulu, denn entgegen mancher Informationen im Internet ist diese Tour sehr anspruchsvoll. Du kannst die Tour nur im Rahmen einer 3-Tages-Wanderung buchen und sie erfordert sehr gute Kondition sowie absolute Schwindelfreiheit.

Und das aus gutem Grund, denn der Parkranger erzählte uns, dass es bereits mehrere schwere Unfälle gab und die Gegend für Rettungskräfte nahezu unmöglich zu erreichen sei.

Wir hatten zuvor einige Videos im Netz gesehen, die den Eindruck vermittelten, die Tour sei gar nicht so schwer und eher ein Tagesausflug. Wir hatten auch die 3-Tages-Tour auf der offiziellen Website unter „Extreme Adventures“ entdeckt, aber eben gedacht, dass es auch eine einfache Tagestour gibt, die man vielleicht vor Ort buchen kann.

Trotz guter Kondition und viel Wandererfahrung haben wir uns dann dagegen entschieden, auch wenn wir die Pinnacles gerne gesehen hätten.

Wir wollen dir an dieser Stelle auch gar nicht von dieser Tour abraten, da die Pinnacles im Mulu-Nationalpark bestimmt unvergesslich sind. Uns ist an dieser Stelle nur Transparenz wichtig, damit du nicht vor Ort, wie wir enttäuscht sein wirst.

Falls du aber auf Action stehst, findest du auch auf der Website zusätzlich Adventure Caves, die jedoch Höhlenerfahrung voraussetzen, da du stundenlang durch Tunnel in Höhlen schwimmen und teils durch enge Stellen kriechen musst.

Übernachten in Mulu: Warum wir uns für das Marriott Resort entschieden haben

Wir haben uns bewusst für ein wenig Luxus entschieden und im Mulu Marriott Resort* übernachtet, wobei wir dank unseres Amex Platinum Status ein kostenloses Upgrade auf eine der beiden Suiten bekamen, was ein absoluter Traum war.

Das Mulu Marriott Resort* liegt zwar nicht direkt am Nationalpark, aber das war für uns kein Problem, denn das Hotel organisiert kostenlose Transfers zum Park, die reibungslos funktioniert haben.

Der Pool ist fantastisch, das Essen ausgezeichnet und das Personal unglaublich freundlich. Alleine schon wegen der Herzlichkeit der Mitarbeiter ist das Marriott eine absolute Empfehlung. Es gibt hier und da natürlich auch kleine Abstriche im Vergleich zu 5-Sterne-Hotels in anderen Städten wie Singapur oder Kuala Lumpur, aber dafür ist man hier schließlich auch gefühlt am Ende der Welt, und genau das macht ja den Charme aus.

Und ein weiterer Grund, der für das Mulu Marriott Resort* spricht, sind die dort beheimateten Dschungeltiger, die unnachgiebig auf Futtersuche sind.

Mulu Nationalpark Borneo Marriott Resort Speisesaal

Mulu Nationalpark Borneo hungriger Dschungeltiger Katze

Wo übernachtest du in Gunung Mulu Nationalpark?*

Restaurants und Verpflegung in Mulu

In Mulu gibt es nur sehr wenige Restaurants, weshalb wir meistens im Café im Nationalpark gegessen haben, wo das Essen günstig, frisch und lecker war. Die Auswahl ist zwar begrenzt, aber völlig ausreichend.

Vor dem Parkeingang gibt es zwar auch ein paar Restaurants, aber die waren während unserer Zeit, vermutlich wegen der Nebensaison, alle geschlossen. Zusätzlich gibt es auch einen kleinen Minimarkt in der Nähe des Mulu Marriott Resorts*, falls du Snacks oder Getränke brauchst, wobei wir ihn nicht genutzt haben, da wir im Hotel immer kostenloses Wasser bekommen haben.

Die Guides in Mulu sind wirklich außergewöhnlich

Eines möchten wir noch besonders hervorheben, nämlich dass die Guides im Mulu Nationalpark exzellent sind. Jeder einzelne von ihnen war unglaublich gut ausgebildet, kannte sich perfekt mit der Flora und Fauna aus und brannte für seinen Job.

Man spürte bei jedem Gespräch, dass diese Menschen ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben, denn sie wollten nicht nur ihre Arbeit machen, sondern uns wirklich etwas über die Natur beibringen. Ihre Begeisterung war ansteckend und wir haben viel über die Natur in Mulu gelernt.

Unser Fazit zu Mulu: Ein Ort, den man gesehen haben muss

Mulu ist einer dieser Orte, die man nicht mit Worten beschreiben kann, denn man muss die Deer Cave gesehen haben, um ihre Größe zu begreifen, man muss den Bat Exodus selbst erlebt haben, um zu verstehen, wie beeindruckend dieses Naturschauspiel ist, und man muss durch den Regenwald bei Nacht gewandert sein, um die Magie dieses Ökosystems zu spüren.

Für uns war Mulu genau das, was wir gesucht haben, nämlich ein Ort abseits der Touristenmassen, an dem die Natur noch unberührt wirkt und an dem man Zeit hat, wirklich anzukommen. Perfekt für Slowtravel und Abschalten von der Hektik, die man sonst in vielen anderen Teilen der Welt erlebt.

Wir sind froh, dass wir Mulu besucht haben, bevor es noch touristischer wird, und wir sind überzeugt, dass dieser Ort in den nächsten Jahren immer mehr Besucher anziehen wird. Zurecht ist der Ort ein UNESCO Welterbe, denn Mulu ist ein Naturwunder, das jeder gesehen haben sollte.

Wie viele Tage soll ich für den Mulu Nationalpark einplanen?

Wir hatten mit Reisenden gesprochen, die dort nur 2 oder 3 Tage verbracht haben, um den Bat Exodus zu sehen, was unserer Meinung nach viel zu kurz ist, um die Schönheit von Mulu zu verinnerlichen.

Wenn du hinreist, dann nimm dir definitiv die Zeit und genieße den Moment. 5 Tage sind unserer Meinung nach das Minimum, wenn du die Haupt-Touren ganz entspannt machen möchtest. Wenn du zusätzlich die Touren ohne Guide machen möchtest und darüber hinaus vielleicht sogar die Pinnacles besuchen willst, solltest du sogar eher 10 Tage einplanen.

Bedenke vor allem auch, dass es im Regenwald immer wieder mal regnen kann. Alleine aus diesem Grund empfehlen wir 1-2 Tage Puffer einzuplanen, die dann für das Relaxen nutzen kannst.

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