Die Höllentalklamm stand bei mir schon lange auf dem Zettel. Anfang Oktober habe ich die Klamm dann endlich besucht, wobei ich die Gelegenheit gleich genutzt habe, sie mit einer größeren Wanderung zum Höllentorkopf zu verbinden.
Da die 4-stündige Wanderung zur Höllentalklamm selbst schon einen Tagesausflug wert ist und viel zu bieten hat, beschreibt dieser Guide die Wanderung zur Höllentalklamm mit allen Highlights.

In einem weiteren Guide findest du einen erweiterten Teil der Tageswanderung, der dich in 9 Stunden von der Höllentalangerhütte weiter über den Höllentorkopf bis zur Alpspitze führt.
Meine Komoot Route: Höllentalklamm Wanderung von Grainau zur Höllentalangerhütte
Die Höllentalklamm Wanderung startet am Parkplatz in Grainau und führt zunächst über einen breiten Forstweg durch den Wald bis zum Eingang der Klamm, was etwa 45 Minuten in Anspruch nimmt. Ab dem Klammeingang beginnt das eigentliche Erlebnis, und von dort bis zur Höllentalangerhütte solltest du noch einmal gut eine Stunde und eine Viertelstunde einplanen.
Für die gesamte Tour inklusive Rückweg kannst du demnach vier bis fünf Stunden ansetzen. Eine ausgedehnte Brotzeit auf der Hütte verlängert den Tagesausflug entsprechend.
Falls du auch komoot als Wander-App nutzt, kannst du Höllentalklamm Wanderung dort in meinem komoot Profil ansehen und die Tour merken oder als GPX Datei speichern.
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Weitere Informationen 'Die Tour legt vom Startpunkt in Grainau auf 740 Metern bis zur Höllentalangerhütte auf 1.387 Metern rund 650 Höhenmeter zurück, die sich moderat aber kontinuierlich aufbauen, da es im Grunde permanent leicht bergauf geht, jedoch nie abrupt ansteigt.
Schwierigkeitsgrad: Insgesamt jedoch eine mittelschwere Wanderung. Feste Wanderschuhe sind Pflicht, da der Weg in der Klamm durch Gischt an einigen Stellen nass und rutschig sein kann. Etwas Schwindelfreiheit ist auf den Passagen über dem Bach von Vorteil.
Vom Parkplatz Grainau bis zum Eingang der Höllentalklamm
Der erste Abschnitt dieser Wanderung ist einer, über den man in den meisten Reiseberichten kaum ein Wort verliert, und das ist eigentlich schade. Der steinige Forstweg von Grainau durch das Hammersbach-Tal bis zum Klammeingang ist nämlich keine bloße Pflichtübung, sondern schon für sich genommen ein angenehmer Waldspaziergang, der dich behutsam in die Bergwelt einführt.
Der Wanderweg führt dich durch dichten Bergwald, wobei das Hammersbach-Tal schon nach kurzer Zeit die ersten Gebirgsgeräusche liefert, denn der Bach begleitet dich akustisch schon lange, bevor du die Klamm erreichst.
Nach etwa 45 Minuten Wanderung taucht dann die Eingangshütte der Höllentalklamm vor dir auf, und spätestens hier merkst du, dass der eigentliche Abschnitt der Höllentalklamm-Wanderung erst jetzt beginnt.
Um die Klamm zu betreten, musst du an der Eingangshütte ein Ticket kaufen (die Eintrittspreise findest du weiter unten im Guide).
Direkt am Eingang befindet sich außerdem ein Museum, das seit 2011 die Geschichte der Klammerschließung dokumentiert, die bereits ab dem Jahr 1900 durch den Deutschen Alpenverein vorangetrieben wurde, und durchaus einen Blick wert ist.
Mein Tipp für den Startpunkt: Starte nicht zu spät. Wenn du kurz nach neun Uhr morgens am Parkplatz bist, erreichst du die Klamm noch mit angenehm wenig Betrieb und hast ausreichend Zeit für eine entspannte Einkehr auf der Hütte.
Wanderung durch die Höllentalklamm
Die ersten Schritte in der Schlucht
Schon nach den ersten Metern in der Höllentalklamm versteht man, warum der Ort seinen Namen trägt. Die Felswände steigen zu beiden Seiten steil in die Höhe, das Licht fällt in schmalen Bahnen zwischen die Felsen, und das Wasser tobt mit einer Lautstärke durch die Schlucht, die jedes Gespräch zur Herausforderung macht.
Der Weg führt dich auf Holzstegen und in den in den Fels eingelassenen Pfaden direkt am Wasser entlang, und immer wieder findet man Stellen, an denen man einfach stehen bleibt und dem reißenden Wasser zuschaut.
Das kristallklare Wasser des Hammerbachs ist dabei nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch die Luftfeuchtigkeit durch das tosende Wasser macht die Klamm auch spürbar kühler als das offene Gelände, sodass eine leichte Regenjacke durchaus sinnvoll ist, auch wenn kein Regen in Sicht ist.
Höhlendurchgänge und Balkone über dem reißenden Bach
Ein besonderes Merkmal der Höllentalklamm sind die in den Fels gesprengten Tunneldurchgänge und die ausgesetzten Passagen direkt über dem tobenden Wasser. Du läufst buchstäblich durch den Berg hindurch und trittst auf der anderen Seite wieder ins Tageslicht, sodass sich jedes Mal eine neue Perspektive auf die Schlucht auftut.
Anfang Oktober war der Fels dabei von einer feinen Gischt benetzt, sodass ich an einigen Stellen besonders aufmerksam aufgetreten bin. Ich gehe davon aus, dass dies generell der Fall ist.
Das Donnern des Wassers, das durch die engen Felspassagen presst, ist spürbar, und es gibt Abschnitte, an denen die Felswände sich über einem beinahe zu berühren scheinen, was der Wanderung durch die Höllentalklamm ihren ganz eigenen Charakter gibt.
Hinweis: Kinderwagen und Fahrräder sind in der Klamm nicht erlaubt und es wäre auch gar nicht möglich die Klamm damit zu durchqueren.
Das Ende der Höllentalklamm und der erste Blick auf die Zugspitze
Nach einer guten Stunde durch die Schlucht öffnet sich das Tal langsam. Die Felswände weichen zurück, der Weg wird breiter und flacher, und wenn man das offene Tal betritt, sieht man auf der linken Seite den Höllentorkopfgipfel und in der Ferne die Zugspitze direkt vor sich.
Ab hier wanderst du durch das eigentliche Höllental. Entlang des Wanderwegs entfalten sich der steil aufragende Waxenstein rechts von dir und das Alpspitzgebirge links vollständig. Der Weg zur Höllentalangerhütte ist von hier aus noch gut eine Viertelstunde entfernt und führt dich nun deutlich breiter und angenehmer durch den Talkessel. Die Zugspitze begleitet dich die gesamte Zeit über im Hintergrund, was eine malerische Atmosphäre schafft.
Endpunkt der Wanderung: Einkehr in der Höllentalangerhütte
Das Ziel dieser Wanderung, die Höllentalangerhütte, liegt auf 1.387 Metern und wird von der Alpenvereinssektion München und Oberland bewirtschaftet. Hier kannst du in aller Ruhe die Stille der Natur genießen und den Blick in das Tal schweifen lassen. Bei meinem Besuch waren nur zwei weitere Tische belegt, sodass ich die Ruhe dort oben bei bestem Wetter wirklich genießen konnte.
Die Hüttenküche bietet herzhafte Kost zu Preisen, die für eine Berghütte in dieser Lage durchaus fair sind. Ich habe mir deshalb eine ausgedehnte Kaffeepause und eine Brotzeit gegönnt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Hütte für viele Bergsteiger gleichzeitig der Ausgangspunkt für die weitere Besteigung der Zugspitze ist, da du in der Schutzhütte auch übernachten kannst.
Für mich war die Hütte außerdem eine Zwischenetappe für den zweiten Teil meiner Wanderung in Richtung Höllentorkopf und Alpspitze, wie ich schon eingangs beschrieben habe.
Tipp für die Hütteneinkehr: Plane mindestens eine gute halbe Stunde für die Pause ein. Die Zugspitze von der Hüttenterrasse aus zu betrachten, während man einen Kaffee in der Hand hält, ist schlicht ein Moment, den man sich nicht abkürzen sollte.
Der Rückweg durch die Höllentalklamm
Der Rückweg führt dich abschließend auf demselben Weg zurück. Beim Abstieg auf den teils nassen Steinpassagen solltest du vorsichtig gehen, da diese auch bergab ihre Tücken haben. Bergab kommst du in jedem Fall schneller voran als beim Aufstieg.
Anreise und Parken für die Höllentalklamm Wanderung
Mit dem Auto nach Grainau
Mit dem Auto erreichst du den Startpunkt der Höllentalklamm-Wanderung am einfachsten über die B23 Richtung Garmisch-Partenkirchen und dann weiter nach Grainau. Der nächstgelegene Parkplatz P2 direkt am Ausgangspunkt ist über Google Maps gut zu finden. Dort musst du mit etwa 13 Euro Parkgebühr rechnen, was für mein Gefühl schon echt ordentlich ist, aber auch eben der nahegelegenste Parkplatz zur Wanderung ist.
Wer lieber etwas günstiger parkt, findet etwas weiter entfernt eine Alternative (Parkplatz P3), von der aus man dann ein paar Minuten mehr zum Startpunkt einplanen sollte.
Mein Tipp: An Wochenenden im Sommer und an Feiertagen empfehle ich, früh anzureisen. Die Parkplätze in der Gegend füllen sich an schönen Tagen in der Regel schnell, und ein entspannter Start in die Wanderung beginnt nun mal am Parkplatz.
Mit dem Bus nach Hammersbach (Linie 314)
Wer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, nimmt die Buslinie 314 von Garmisch-Partenkirchen bis zur Haltestelle Hammersbach, die direkt am Ausgangspunkt liegt.
Das ist nicht nur die entspanntere Variante, sondern auch die ökologisch sinnvollere, wobei du bei der Rückkehr nach einer langen Tour einfach in den Bus steigst, ohne den Rückweg zum Parkplatz im Hinterkopf zu haben.
Übernachtung in Grainau oder Garmisch-Partenkirchen
Die Höllentalklamm lässt sich von München aus gut als Tagesausflug planen, da die Anreise mit dem Auto oder Zug überschaubar ist. Wenn du jedoch von weiter weg anreist, empfehle ich dir eine Übernachtung direkt vor Ort, denn so kannst du nach einem ausgiebigen Frühstück entspannt in die Wanderung starten, ohne vorher noch eine lange Anreise im Rücken zu haben.
Vor allem Hotels in Grainau* bieten sich direkt am Startpunkt der Wanderung an, doch auch in Garmisch-Partenkirchen* findest du eine große Auswahl an Hotels und Restaurants.
Wo übernachtest du in Grainau?*
Höllentalklamm Eintrittspreise und Öffnungszeiten 2026
Der Eintritt in die Höllentalklamm wird direkt an der Eingangshütte bezahlt und gilt als Tagesticket für Hin- und Rückweg. Die aktuellen Preise sind wie folgt:
Die Höllentalklamm ist grundsätzlich ganztägig und rund um die Uhr begehbar, wobei sie im Winter vollständig geschlossen ist. Je nach Schneelage öffnet sie in der Regel erst wieder Anfang Juni.
Aktuelle Informationen zu Öffnungsstatus und eventuellen Sperrungen findest du immer auf der offiziellen Website des DAV Garmisch-Partenkirchen.
Lust auf die große Tour? Die Höllentorkopf-Wanderung bis auf 2.100 Meter
Wenn du nach der Höllentalklamm und der Höllentalangerhütte noch mehr möchtest, kannst du die Wanderung ab der Hütte weiter in Richtung Höllentorkopf und Alpspitze fortsetzen, wobei die Wanderung dann deutlich alpiner wird.
Die vollständige Runde führt auf rund 2.100 Meter, bringt insgesamt knapp 1.400 Höhenmeter mit sich und dauert etwa neun Stunden. Abschließend erfolgt der Abstieg über die Alpspitzbahn wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Grainau.
Mit 19 Kilometern Streckenlänge setzt diese Tour außerdem sehr gute Kondition und festes Schuhwerk voraus, belohnt dich dafür aber mit einem Panorama, das wirklich außergewöhnlich ist. Alpine Vorerfahrung benötigst du dennoch nicht zwingend, da alle Wege gesichert sind.

Diese Klamm ist auch sehenswert: Aschauer Klamm bei Schneizlreuth





























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